DIE UNABHÄNGIGE FACHZEITSCHRIFT FÜR HOCHZEITSMODE

Jochen Digel, Digel: „Zurzeit wird viel über Farbe gepunktet.“

In dritter Generation leitet Jochen Digel vom gleichnamigen Anzugspezialisten Digel am Standort Nagold ein Team von 310 MitarbeiterInnen. Sposa Facts befragte ihn, wie Stores mit Bräutigam-Outfits Umsatzchancen generieren können.

Was bietet Digel dem Handel?

„Hochzeiten werden heute und in Zukunft einen immer individualisierteren Charakter annehmen. Das reicht vom Motto über die Location bis hin zur Bekleidung. Für die Herrenmode bedeutet dies, immer am Puls der Zeit zu sein und Trends frühzeitig zu erkennen und für den Markt umzusetzen. Zurzeit wird viel über Farbe gepunktet. Spezielle Themen wie Leichtigkeit, Flexibilität und weiterentwickelte Stretch-Varianten sind ebenfalls wichtig.“

Der durchschnittliche VK-Preis für einen Hochzeitsanzug liegt bei 739 €. Stimmt das mit Ihren Zahlen überein?

„Unsere UVP´s in Deutschland liegen leicht unter diesem Preis. Und dies bei exzellentem Wareneinsatz und attraktiver Spanne für den Händler.“

Wie sollten Shops die festliche Herrenmode präsentieren?

„Wählen Sie ein breites und tiefes Produktsortiment sowie attraktive Accessoires, die dem ganzen Look den letzten Schliff geben. Das wichtigste Schlagwort hier ist Emotion. Die Inszenierung im Laden ist enorm wichtig, Lichtstimmung, entspannte Atmosphäre und dazu eine Top-Beratung. Schon hat man den Kunden gewonnen.“

Welche Stores gehören zu Ihrer Zielgruppe?

Die Kollektion Ceremony von Digel ist so aufgebaut, dass sie in jeden Store passt, der Anlassbekleidung im Programm hat. Von Vintage bis Romantik findet der Kunde bei uns ein breites Sortiment. Wichtig ist auch, das Auge nicht nur auf den Bräutigam zu werfen, sondern zum Beispiel auch auf Trauzeugen und Familienangehörige. Diese sollten ebenfalls festlich gekleidet sein, ohne dem Bräutigam die Show zu stehlen. Mit unserem breiten Anzugsortiment haben wir auch diese Zielgruppe im Blick.“

Wie gehen Sie auf gesellschaftliche Trends in Ihren Kollektionen ein?

„Natürlich haben wir unser Auge auch auf gesellschaftliche Trends, in der heutigen digitalen Welt kann man sich dem nicht entziehen. Wir sind auf den sozialen Medien unterwegs, das ist besonders wichtig, weil man dort ein schnelles, authentisches Feedback bekommt. Natürlich sprechen wir auch viel mit Kunden und sind auf Messen unterwegs.“

Was wäre der perfekte Zeitpunkt für eine Messe, um festliche Herrenmode dem Einzelhandel zu zeigen?

„In der Herrenmode ist dies etwas später als in der Bridal Fashion – in der Branche wird das Thema ja immer heiß diskutiert. Um die aktuellsten Stoffe und Modelle zeigen zu können wäre frühestens Mitte Mai bis Anfang Juni ein guter Zeitpunkt.“

Porträt eines Mannes im hellen Sakko und weißem Hemd, der vor einem neutralen Hintergrund in die Kamera blickt.
Jochen Digel, Digel

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