DIE UNABHÄNGIGE FACHZEITSCHRIFT FÜR HOCHZEITSMODE

Olaf van den Brink: „Wir haben schon viel erreicht!“

Im Interview mit Sposa Facts zieht der Eigentümer von Azuree Bridal ein Jahr nach Markteintritt gemeinsam mit seinem Sohn Thomas ein positives Resümee. Und er hat einen Rat für die Branche: Schraubt die Kalkulation nach oben!

Wie war das erste Jahr für Azuree?

Olaf van den Brink: „Es ist schon viel Arbeit gewesen, in zwölf Monaten eine neue Marke auf die Beine zu stellen, aber mit unserem Erfahrungsschatz haben wir es geschafft. Wir haben zeitig geliefert und unsere Kleider werden gut nachbestellt. Ich bin froh, dass ich wieder in der Branche aktiv bin und meinem Sohn Thomas alles zeigen kann. Immer mittwochs kommen auch seine zwei Brüder – Job und Olaf Junior – in den Showroom, um im Lager mitzuarbeiten.“

Thomas van den Brink: „Ich habe unendlich viel gelernt in diesem ersten Jahr. Ich habe mit so vielen Branchenbeteiligten gesprochen und versucht, alle Eindrücke aufzunehmen. Mein Ziel ist es, Azuree in Zukunft noch moderner und internationaler aufzustellen. Dafür trete ich an!“

Gab es Highlights?

Olaf van den Brink: „Jede Menge. Vor allem die Kunden und alten Weggefährten wiederzusehen und mit ihnen zusammenzuarbeiten bereitet mir großen Spaß und macht mich zuversichtlich für die Zukunft. Wir haben ein Ziel und darauf arbeiten wir hin. Ich werde Thomas noch ein paar Jahre begleiten.“

Thomas van den Brink: „Für mich war es ein tolles Jahr! Es begann mit dem Fotoshooting in Südeuropa, dann haben wir alles für die Messen und die Showroom-Wochen in Huizen vorbereitet. Da habe ich dann auch unsere Kunden kennengelernt. Es ist unglaublich, wie viele Menschen mein Vater und das Verkaufsteam kennen. Genauso eindrucksvoll war der Besuch in unseren Produktionsstandorten.“

Was macht Azuree so besonders?

Olaf van den Brink: „Wir hatten in der letzten Woche ein Vertretermeeting und haben gemeinsam gebrainstormt, was uns im Kern ausmacht: Da ist vor allem unser Kundenservice – auf Deutsch, Französisch, Englisch und Niederländisch ist das bei vielen anderen Herstellern keine Selbstverständlichkeit. Wir sind flexibel, weil wir ein kleines Team mit Erfahrung sind. Man kann uns einfach anrufen – bei uns landet man nicht in der Warteschleife, sondern erreicht direkt seinen Ansprechpartner. Im Verkauf haben wir Vertreter mit viel Erfahrung reaktivieren können, zum Beispiel Mireille de Bie und Ralf Stolzenberg. Conny van Velzen und Wilma Vruchtenveen haben beide mehr als 20 Jahre Erfahrung im Innendienst. Sie sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert.“

Thomas van den Brink: „Wir sind sehr flexibel, was Änderungen betrifft, und wir haben eine super erfolgreiche Curvy Kollektion vorgestellt. Modell Abigail wurde dabei am häufigsten nachbestellt. Außerdem haben wir alle Lieferzeiten realisiert und unsere Nachorder läuft reibungslos.“

Wie ist euer Preis-Leistungsverhältnis?

Olaf van den Brink: „Auch das ist Teil unseres USP’s. Wir stehen für kommerzielle, ich sage immer leicht verständliche Brautmode mit perfekter Passform. Man kann mit diesen Kleidern gut kalkulieren. Das benötigen die Kunden auch derzeit, denn alle leiden unter gestiegenen Kosten. Viele Geschäfte investieren ins eigene Online-Marketing und natürlich in Personal – wir wollen da gerne Hand in Hand gehen und unsere Kunden mit optimalen Kalkulationsmöglichkeiten unterstützen.“

Ihr Appell an die Branche?

Olaf van den Brink: „Ich kann nur empfehlen, gut zu kalkulieren. Wir sagen immer, dass die Kalkulation ab 3,5 losgehen sollte. Es gibt Kleider, die auch eine Kalkulation von 4 ermöglichen. Wir liefern bewusst auch nicht überall hin, darum können unsere Kunden unsere Kleider exklusiv verkaufen. So kommt man zu einem gewinnbringenden Brutto-Verkaufspreis. Außerdem empfehlen wir, das unterschiedliche Produkte – zum Beispiel Accessoires oder Standesamtsmode – unterschiedlich kalkuliert werden sollten.“

Wie unterstützt Azuree die Händler?

Olaf van den Brink: „Wir haben mit einigen Kunden schon erste Azuree-Events veranstaltet, auf denen wir zum Beispiel Brautkleid-Gewinnspiele realisierten. Das war kommerziell erfolgreich und hat uns sehr viel Spaß gemacht. Dem Handel bieten wir für Trunkshows Musterkleider, die man problemlos und schnell ausleihen kann.“

Thomas van den Brink: „Mir ist wichtig, dass wir kontinuierlich in Social Media investieren und den Händlern online Bildmaterial zur Verfügung stellen.“

Wie geht’s weiter mit Azuree?

Olaf van den Brink: „Mit Ingrid Jellema und Natascha Nijsten haben wir ein starkes Designteam. Beide kennen alle Trends, können skizzieren und entwerfen. Unser Slogan für 2026 ist: Wir werden kommerzielle und moderne Kleider anbieten – zusammen mit unserem kundenorientierten Service. Unser erstes Jahr war davon geprägt, dass wir das Vertrauen der Kunden gewinnen konnten, jetzt aktivieren wir unsere Zusammenarbeit und sorgen dafür, dass mehr und mehr Bräute für Azuree in die Geschäfte kommen.“

Wo können Kunden die Azuree Kollektion für 2027 ordern?

Olaf van den Brink: „Wir stellen in München, Hamburg und Essen aus – große Auftritte, relaxte Atmosphäre. Auf den Bridal Week in Essen haben wir den Stand neben der Champagne Lounge gebucht. Ich denke, es ist für den Handel wichtig, dass man konzentriert ordern kann und wir möchten unsere Kunden so gut wie möglich unterstützen. Was ich immer schon gemacht habe und jetzt auch an Thomas weitergebe, ist Verständnis für unsere Kunden zu haben.“

Zwei Männer stehen lächelnd vor einem modernen Gebäude mit großen Glasfronten und blicken in die Kamera.
Thomas und Olaf van den Brink, Azuree Bridal

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